In den Einrichtungen und Diensten begleiten Sie Menschen mit Unterstützungsbedarf in der pflegerischen Versorgung und Aktivierung. Sie sind damit ein wichtiger Teil ihres Lebens. Im Rahmen dessen schützen wir Bewohner*innen, die uns anvertraut sind, vor zusätzlicher Krankheit und Schmerzen, fördern die Genesung ihrer Einschränkungen und sorgen für ihr Wohlergehen auf allen Ebenen, die uns möglich sind.
Wichtige Werkzeuge sind die Krankenbeobachtung, die Entscheidung für geeignete Prophylaxen in der Grundpflege sowie ein sicherer und ressourcenorientierter Umgang mit Mobilität. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Seminars liegt auf praxisnahen Übungen zu Transfertechniken, dem ergonomischen Lagern sowie dem sicheren Heben und Tragen von Bewohner*innen. Darüber hinaus werden grundlegende Kenntnisse zu häufig eingesetzten Medikamenten in der Behindertenhilfe vermittelt und deren Beobachtung im pflegerischen Alltag thematisiert. Die drei Seminartage verbinden theoretische Grundlagen mit umfangreichen praktischen Übungen und orientieren sich an den Anforderungen des Arbeitsalltags in Einrichtungen der Eingliederungshilfe.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Krankenbeobachtung und bewohnerzentrierte Planung
- Krankenbeobachtung der Haut sowie Intertrigo-, Dekubitus- und weitere wichtige Prophylaxen mit praktischen Übungen
- Grundlagen der Mobilitätsförderung mit praktischen Übungen
- Transfertechniken in Theorie und Praxis (Bett-, Rollstuhl-, Stuhl- und Toilettentransfer)
- Grundlagen des ergonomischen Lagerns sowie gesundheitsgerechtes Heben und Tragen unter Berücksichtigung des Eigenschutzes
- Förderung der Eigenaktivität und Einsatz geeigneter Transfer- und Lagerungshilfsmittel
- Maßnahmen der Hygiene, Infektionsprophylaxe und Körperpflege im Bett, am Waschbecken und beim Duschen
- Grundlagen der Arzneimittellehre: wichtigste Medikamentengruppen in der Behindertenhilfe (z. B. Psychopharmaka, Antiepileptika, Schmerzmittel, Diabetesmedikamente), Wirkungen, Nebenwirkungen und pflegerische Beobachtung
- Beobachtung von Veränderungen des Gesundheitszustandes sowie rechtssicheres Handeln im Umgang mit Medikamenten
Dr. rer. nat. Frank-Timo Lange
MBA