Menschen mit intellektuellen und/oder komplexen Beeinträchtigungen können Schmerzen häufig nicht eindeutig mitteilen. Das Seminar vermittelt Grundlagen zur Entstehung von Schmerzen sowie Methoden, um Schmerzen auch bei eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit zuverlässig zu erkennen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem systematischen Schmerzmanagement, einschließlich der strukturierten Beobachtung, Einschätzung, Dokumentation und Evaluation von Schmerzen.
Anhand von Fallbeispielen werden typische Schmerzanzeichen, Schmerzdokumentationshilfen wie die EDAAP-Skala sowie praktische Handlungsmöglichkeiten für den Alltag vorgestellt und eingeübt. Darüber hinaus werden Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie vermittelt. Dazu gehören die Unterscheidung zwischen Dauer- und Bedarfsmedikation, deren sachgerechte Anwendung sowie die Beobachtung und Dokumentation der Wirkung. Auch Grundlagen zur Wirkung und Anwendung von Betäubungsmitteln (BTM) sowie deren sichere und rechtlich korrekte Verordnung, Aufbewahrung und Dokumentation werden vermittelt.
Ziele:
- Sensibilisierung für Schmerzanzeichen bei Menschen mit Behinderung
- Sicherheit in der Einschätzung, Dokumentation und Evaluation von Schmerzen gewinnen
- Schmerzdokumentationshilfen wie die EDAAP-Skala kennenlernen und anwenden
- Grundlagen des Schmerzmanagements verstehen und in den Alltag übertragen
- Unterschiede zwischen Dauer- und Bedarfsmedikation kennen und sicher anwenden,
- Wirkung und Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten beobachten und dokumentieren
- Handlungskompetenz im Umgang mit Menschen mit Schmerzen erweitern
Cindy Hille
Palliativcoach